Firmeninsider kaufen im großem Umfang Aktien deutscher Unternehmen

Dass die Aktien deutscher Unternehmen günstig bewertet sind meinen auch die Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige. Die Unternehmenslenker kaufen deutlich mehr Aktien der eigenen Unternehmen als sie verkaufen. Das Insiderbarometer des Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) stieg im November auf einem Rekordstand von 209,54 Punkten und übertraf damit das Hoch im April dieses Jahres. Damals hatten sich die, von ihren Unternehmen überzeugten Insider vor einer kurzen Erholungsphase an den Märkten ebenfalls stark mit Aktien eingedeckt. Die größte Kauforder tätigte Susanne Klatten. Für rund 279 Millionen Euro erwarb sie weitere 15 Prozent an dem Spezialchemiekonzern Altana. Die Milliardärin und Altana-Großaktionärin hatte bereits angekündigt, das Unternehmen komplett übernehmen und von der Börse nehmen zu wollen. Einen der größten Verkäufe gab es bei dem Hamburger Solarunternehmen Conergy. Der Chef des Unternehmens, Dieter Ammer, trennte sich von Aktien im Wert von 5,5 Millionen Euro. Kein gutes Zeichen für Anleger, denn seit einem Jahr kämpft das Unternehmen gegen den drohenden Untergang. Insgesamt zeigt das Insiderbarometer jedoch, dass die überwiegende Mehrheit der Firmenlenker die nun offizielle Rezession in Deutschland nicht überbewertet.

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